Mietenstopp und Vergesellschaftung großer Immobiliengesellschaften – zwei Seiten einer Medaille

mit

Rouzbeh Taheri, Sprecher der Kampagne „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“

Monika Schmid-Balzert, DMB Bayern, Stellv. Sprecherin „Mietenstopp – Denn dein Zuhause steht auf dem Spiel!“

Moderation: Renate Cullmann, AG Mieten&Wohnen

Kampagne „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“

Die Berliner Initiatoren wollen den Wohnungsmarkt total umkrempeln: Immobilienunternehmen in Berlin mit mehr als 3000 Wohnungen sollen „vergesellschaftet“, also enteignet, werden. So soll der Anstieg der Mieten gestoppt werden. Unterstützung kommt von linken Gewerkschaftsmitgliedern, den Grünen und der LINKEN.

Das Bündnis hat bis zum 25. Juni Zeit, Unterschriften zu sammeln. Machen sieben Prozent der Wahlberechtigten (175.000 Menschen) mit, folgt ein Volksentscheid. Der würde wahrscheinlich parallel zu den Wahlen am 26. September stattfinden. Bündnis-Sprecher Rouzbeh Taheri : „Für uns ist es an der Zeit, die Spekulation mit unseren Wohnungen zu beenden.“ Von einer Enteignung wären 240.000 der 1,5 Millionen Mietwohnungen in Berlin betroffen.

Berlin, 26. März 2021: Einen Monat nach Beginn der zweiten Sammelphase am 26. Februar hat die Initiative Deutsche Wohnen & Co. enteignen 47.342 Unterschriften gesammelt und der Landeswahlleitung übergeben. Das ist 1.000 Aktiven zu verdanken, die in allen Stadtbezirken Corona und schlechtem Wetter zum Trotz unermüdlich Unterschriften sammeln.

Mietenstopp – Denn dein Zuhause steht auf dem Spiel!“

Wir sind eine zivilgesellschaftliche, überparteiliche Kampagne, die sich für einen bundesweiten Mietenstopp einsetzt und die immer größer wird. Unsere Aktivist*innen sind über ganz Deutschland verteilt – zusammen kämpfen wir für alle Mieter*innen. Informationen dazu, wer die Kampagne alles unterstützt, gibt’s auf http://www.mietenstopp.de

Einen sofortigen bundesweiten Mietenstopp für die kommenden sechs Jahre fordert die neue Kampagne Mietenstopp, die am 19. Februar 2021 von sechs Kampagnenvertreter*innen (Deutscher Mieterbund, Deutscher Gewerkschaftsbund, Paritätischer Gesamtverband, 23 Häuser sagen NEIN (Berlin), #ausspekuliert (München) und Recht auf Stadt Köln) vorgestellt wurde.

Der Wohnungsneubau stagniert weiterhin. Die Baulandpreise in Ballungszentren schnellen nach wie vor in die Höhe. Der Bestand an Sozialwohnungen ist dramatisch rückläufig. Gleichzeitig dreht sich die Mietpreisspirale weiter nach oben. Die Corona-Pandemie verschärft die Situation für viele Menschen zusätzlich. Viele haben mit erheblichen Einkommensverlusten zu kämpfen und befürchten, ihr Zuhause zu verlieren, weil sie die Mieten nicht mehr aufbringen können. Darauf muss die Politik jetzt sofort Antworten finden.

Mit mietenrelevanten Grüßen

Renate Cullmann + Manfred Hahn

Sprecher AG Mieten & Wohnen

DIE LINKE. München

Zugangsdaten zur Videokonferenz werden noch mitgeteilt

Warum wir Deutsche Wohnen und Co. enteignen wollen

Wohnen für heute, morgen und übermorgen

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