Kreisparteitag der Münchner LINKEN: LINKE will kommunale Arbeit stärken

Am Sonntag, den 21. November hielt die Münchner LINKE unter strengen Hygieneauflagen ihren Kreisparteitag ab. Dort diskutierten die Mitglieder über das schlechte Ergebnis der Bundestagswahl auch in München und zogen daraus Schlüsse für die kommunalpolitische Arbeit. Mit breiter Mehrheit sprach sich die Versammlung für eine Stärkung des kommunalpolitischen Profils der LINKEN aus, um sich in München dauerhaft als politische Kraft oberhalb der 5-Prozent-Hürde zu etablieren.

Als konkrete Projekte beschloss die Partei die Durchführung des Bürgerbegehrens für ein 365-Euro-Ticket und eine Unterstützung des Protestes gegen die Hochhaus-Pläne der Stadt. Darüber hinaus möchte DIE LINKE über eine Sympathisant:innenbefragung zum Wahlergebnis, den Ausbau ihrer dezentralen Stadtteilarbeit und Vierteltouren den Dialog mit der Stadtgesellschaft stärken.

Die Kreisvorsitzende und Münchner Bundestagsabgeordnete Nicole Gohlke reflektiert:

„Die Wahl hat gezeigt, dass wir uns in München nicht aus eigener Kraft gegen den Bundestrend stemmen können. Deswegen werden wir in den nächsten Jahren unsere kommunale Verankerung weiter ausbauen – und vor allem zuhören, die Menschen einladen und in unsere politische Arbeit einbinden.“

Die Kreisvorsitzende Marina Dietweger ergänzt:

„Eines ist sicher: Unsere Stadt braucht konkrete soziale Lösungen für die großen Herausforderungen, die vor uns liegen. Mit dem Bürgerbegehren für ein 365-Euro-Ticket wollen wir die Verkehrswende in München attraktiv und vor allem bezahlbar gestalten. Und wir brauchen bezahlbaren Wohnraum und Grünflächen statt teurer Prestigebauten für Investoren – deswegen werden wir konsequent gegen die Hochhauspläne der Stadt kämpfen.“

Als Gäste waren die Erste Bevollmächtigte der IG Metall München, Sibylle Wankel und der Landesbeauftragte Martin Geilhufe vom BUND Naturschutz Bayern für ein Grußwort eingeladen.

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